CD - Matthias Brodowy : Offenbarung

Das 7. Programm

Inhalt:

1. Meteorit 3:13
2. Tagesanbruch 2:35
3. Gelbomber 6:46
4. Carpe Noctem 3:10
5. Hanimex Mini 6:59
6. Konvergenz 3:04
7. Tourneeleben 11:36
8. Nordlicht 3:18
9. Teilchenbeschleuniger 6:01
10. Sieben 3:01
11. Aufregen 6:39
12. Slip it, Baby 2:00
13. Abzocker 3:35
14. Privatsphäre 1:05
15. Offenbarung 3:37
16. Wider die Untergangspropheten 4:30
17. Stadt mit Keks 3:51

Mitschnitt der Premiere am 15. Oktober 2010 im Theatersaal Hannover-Langenhagen
© GMVerlag 2010

Über das Programm:

Die Sieben ist seit Menschengedenken die Mystischste aller Zahlen: Sieben Himmel, sieben Weltmeere, sieben Kontinente. Sieben Plagen, sieben Todsünden, sieben Tage, sieben Köpfe. Von den sieben Samurai, den sieben Zwergen, bzw. Geißlein und den glorreichen Sieben ganz zu schweigen. Teilt man die Sieben, so ergeben sich immerhin noch vier Elemente und drei Tenöre.
In seinem siebten Programm lädt Matthias Brodowy quasi als apokalyptischer Reiter zu einem Parforceritt durch Raum und Zeit: Von Adam bis Angela, vom Neandertal bis zum Neoliberalismus, von Aristoteles bis Adipositas, vom Urknall bis zum Untergang.
Vergessen Sie Nostradamus! Entdecken Sie Zusammenhänge, von denen Sie bis heute nichts wussten! Und werfen Sie einen Blick in Ihre Zukunft! Wer weiß, warum was war, weiß, wie was werden wird!
Dieser Kabarettabend ist skurril, verschroben, aber entklausuliert! 88 Töne umspielen die Sieben, auf dass den Worten auch Musik folge. Und am Ende öffnen sich die sieben Siegel und es erscheint: Brodowys geheime „Offenbarung“.

Die Presse über Brodowys Offenbarung:

"Der Mann kann beobachten, und er kann mit Sprache umgehen(...) In seinem neuen Programm "Offenbarung" zeigt Brodowy, dass Kabarett im Idealfall mehr ist als die Kunst, Leute zum Lachen zu bringen. Wenn er über Kinderarbeit in Asien spricht oder über den durchdigitalisierten Menschen singt, ist das durchaus beklemmend - doch es ist vor allem geistvoll, kritisch und pointiert. Stärker als bisher wendet er sich dem tagespolitischen Geschäft zu; dem Seehofer oder dem Guttenberg, diesem "Gelbomber der Bundesregierung". Und er hätte da auch eine Idee, was man mit all den Boni-Bankern machen könnte: "In Chile - den Schacht und die Kapsel gibt´s doch noch..." Seine größten Stärken jedoch spielt Brodowy am Piano aus (...) Im poetischen Stück "Carpe noctem" empfiehlt er allen, die abends nicht einschlafen können, als Laternenphilosoph durch die nächtlichen Straßen zu wandeln, "wie ein Bild, das Spitzweg vergessen hat zu malen". Man könnte glatt melancholisch werden, wenn Brodowy nicht auch als Kalauerfabrikant in Hochform wäre (...) Da bricht sich gelegentlicher Sarkasmus in rhetorischer Leichtigkeit, und gedankliche Tiefe wird mit gediegenem Edelblödsinn konterkariert. Manches erinnert bei der Premiere im Theatersaal Langenhagen an Max Goldt, manches an Heinz Erhard - und trotzdem findet Brodowy in diesem Wechselbad der Stile einen ganz eigenen Ton."
Simon Benne in der HANNOVERSCHEN ALLGEMEINEN ZEITUNG über die Premiere am 15.10.2010 im Theatersaal Langenhagen


„Der Hannoveraner Kabarettist zeigte in der Vorpremiere seines siebten Programms Offenbarung im Lutterbeker amüsante und nachdenkliche Ein- und Ausblicke. Wenn er seine Texte vorträgt, erinnert er in Tempo, Gestik und Mimik nicht selten an Hanns Dieter Hüsch. (...) Wenn er jedoch als Bewusstseinsarchitekt am Flügel sitzend mit fester Stimme von Kinderarbeit in Kleidungsfabriken als moderne Form der Sklavenhaltung berichtet, wird es so still im Publikum, dass man den Kassenbon des Billigklamotten-Ladens fallen hören könnte.“
Kieler Nachrichten

„Der 38-jährige bewies erneut, dass er zu den Großen der Kleinkunstszene zählt. Ein wacher, scharfzüngiger Beobachter. Und einer, der Lieder schreibt, witzig und ironisch, sanft und poetisch, kritisch und giftig.“
Wolfsburger Allgemeine